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Inhalt

RUN

 

Regie

Aneesh Chaganty

 

Darsteller

Sarah Paulson

Kiera Allen

 

Musik

Torin Borrowdale

 

Produktion

USA 2020

 

Kinostart

Im Handel erhältlich

 

Genre

Horror, Psycho

 

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IMDb

 

Trailer

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RUN

 

 

Diane hat ihre Tochter Chloe in völliger Isolation aufgezogen und kontrolliert jeden Schritt, den sie seit ihrer Geburt macht. Dabei hütet Diane einige Geheimnisse vor ihrer Tochter. Allmählich beginnt Chloe zu realisieren, dass etwas in ihrem Familienleben ganz und gar nicht stimmt.

 

Ich erkore Run zum Horrorfilm des Jahres. Ohne den Hellseher raushängen zu wollen, ist es kaum möglich, dass eine andere Inszenierung den Streifen übertrumpfen kann. Denn der Streifen ist abartig spannend, furchteinflössend und super mitreisend. American Horror Story Star Sarah Paulson spielt ihre Rolle als Böse Mutter einfach phänomenal, weiss nicht wo ich das letzte Mal so eine Leistung gesehen habe. Doch es gibt jemanden der dieser Performance das Wasser reichen kann, Neuling Kiera Allen hat es als Schauspielerin faustdick hinter den Ohren. Als Rollstuhlfahrerin erbringt sie einen Erfolg nach dem anderen, ihre Akrobatik im Film ist derart abgefahren, dass einem das Herz ins Rasen gerät. Kiera schlüpft in die Rolle der Tochter, die von ihrer Mutter kontrolliert und unterdrückt wird. Nur mit ihrer angeblichen Erziehungsberechtigen darf sie das einsame Einfamilienhaus verlassen. Sie besitzt weder Smartphone noch Tablett, darf sich nicht mit Freunden treffen und wird von ihrer Mutter schulisch unterrichtet. Was für ein Leben, ein riesiges Abenteuer kann ich euch sagen. Auf spektakuläre Weise dreht sie den Spies um, worauf das Mädchen am Schluss des Films die Oberhand innehat. Es ist kein Horrorfilm der den Horrorinhalt langsam aufbaut, die Produktion stellt ab der ersten Minuten Spannungselemente in den Vordergrund. Wenige Zeiteinheiten später wird man in den Film hineingerissen und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Die Handlung des Films spielt grösstenteils im Haus der Shermans, welches sehr verwinkelt rüberkommt. Viele Türen aufweist und unzählige Räume beherbergen zu scheint. Für einen Film dieses Genres ist das Wohnhaus eher gemütlich eingerichtet, nicht sehr dunkel und ziemlich farbenfroh. Dieser Einfall ist jedoch nicht schlecht, so wird die Handlung nicht in eine Richtung gelenkt und lässt Platz für Spekulationen seitens des Zuschauers. Die Stunts der Rollstuhlfahrerin sind ein wahrer hingucker und spektakulär inszeniert. Nicht selten kann man nur noch mit einem Auge hinschauen, wenn das Mädchen offensichtliche Risiken eingeht. Die Wanderung übers Dach und das Überwinden des Treppenlifts sind dabei besonders zu erwähnen. Achtung Atemstillstand. So ein edles Filmchen hätte einfach ins Kino gehört, doch das Corona-Virus dieser Verräter hat den Streifen zu einem “must have” Homeentertainment-Hit gemacht.

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